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Zum Ende der Seite springen [T9a/WHFB] Rule Bretonnia! Die Abenteuer des Clément de Rochetourneur
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Rygar
Xivi


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Themenstarter Thema begonnen von Rygar
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„Valentinian von Wankenfels ist einer der treuesten Vasallen von Clément. Sein Dorf liegt an den Ausläufern der östlichen Berghänge der bleichen Schwestern. Dort winden sich tiefe Minengänge in den Felsen und sorgen neben den Ackern für ein stetes Einkommen des Lehnsherren und der Dorfbevölkerung. Diese wächst durch Neuankömmlinge aus Marienburg immer weiter an und beherbergt einige der gewiftesten Ingenieure im östlichen Bretonnia, da Kräne und Seilzüge in diesen Gegenden überlebensnotwendig sind. Sein Amt als Ritter des Königs konnte sich Valentinian durch das Erschlagen eines riesigen, durch die Winde der Magie entstellten, Bären erwerben, der die Bauern terrorisiert und ihr Wild gerissen hatte. In seinem Wappen trägt er den weißen Hirsch Gisoreuxs, den er verehrt und, so glaubt er, ihm bei seinem Kampf beigestanden hat. So sehr ist das Band der Freundschaft zwischen Clément und Valentinian verflochten, dass er das Banner seines Lehnsherren in die Schlacht trägt. Und weder im Leben noch im Tod wird er dieses jemals fallen lassen.“








03.10.2020 11:39 Rygar ist online E-Mail an Rygar senden Beiträge von Rygar suchen Nehmen Sie Rygar in Ihre Freundesliste auf
obaobaboss obaobaboss ist männlich
Fantasy bis zum Ende V.2


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Cooler Fluff und tolle Mini.

Zudem ein echt grandioser Zufall, diese Geschichte mit dem Bären. Nicht wahr @Pro?

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Schmeißt eure Fantasy-Bits nicht weg, gebt sie dem Obrrrrr!!!
03.10.2020 12:28 obaobaboss ist offline E-Mail an obaobaboss senden Beiträge von obaobaboss suchen Nehmen Sie obaobaboss in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie obaobaboss in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von obaobaboss anzeigen
the_shining the_shining ist männlich
Scribus Grimmentaalae


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Ich fühle mich mehr als geehrt, und wie schon in der PM geschrieben: sehr nice Mini!! Headbang

@obr: tatsächlich reiner Zufall, die Idee kam nicht von mir großes Grinsen

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– T9A-Meta-Creata: nur viele Ziegen sind gute Ziegen –
08.11.2020 - Die Rückkehr des Anal-Bisons-von-hinten

03.10.2020 15:18 the_shining ist offline E-Mail an the_shining senden Beiträge von the_shining suchen Nehmen Sie the_shining in Ihre Freundesliste auf
Rygar
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@ Oba danke sehr : )

@ Pro freut mich^^ Mögt ihr einen dummen Xi aber in diesen Insider einweihen?^^ Ich habe den Bär halt wegen Berlin in die Geschichte getan^^^

Beste Grüße
03.10.2020 16:06 Rygar ist online E-Mail an Rygar senden Beiträge von Rygar suchen Nehmen Sie Rygar in Ihre Freundesliste auf
obaobaboss obaobaboss ist männlich
Fantasy bis zum Ende V.2


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Wir spielen ja die hochgelobte The Enemy Within Kampagne des WH Rollenspiel mit der aktuellen 4ten Edition über ein Onlineprogramm und gerade am Dienstag sind sie in den Kargen Höhen auf einen mutierten Bär getroffen und Pros Charakter hat ihm den letzten Hieb verpasst großes Grinsen

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03.10.2020 17:42 obaobaboss ist offline E-Mail an obaobaboss senden Beiträge von obaobaboss suchen Nehmen Sie obaobaboss in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie obaobaboss in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von obaobaboss anzeigen
Rygar
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Oh sehr cool  ich spiele ja zurzeit dungeons and dragons, aber das whfrp wird immer nen speziellem platz haben^^ Die alte Welt ist einfach grandios smile

Beste Grüße
03.10.2020 18:31 Rygar ist online E-Mail an Rygar senden Beiträge von Rygar suchen Nehmen Sie Rygar in Ihre Freundesliste auf
Rygar
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So, folgendes ist mein absolutes Minimumziel dieses Jahr bemalt zu haben. Die Liste wäre mal ein Versuch das Gemalte für das eventuelle Turnier einzupacken. 9th age Gurus dürfen gerne zerpflücken, ich habe noch keine Ahnung vom Spiel^^ Ich mache gerade ein Trebuchet fertig samt Besatzung, was würdest ihr aus der Liste was noch aussteht gerne als nächstes sehen? Pegasus Knight, Peasant Levy oder Peasant Bowmen?



275 - Paladin, Barded Warhorse, Shield, Battle Standard Bearer, Hand Weapon (Titanic Might)

270 - Damsel, Barded Warhorse, Wizard Adept, Druidism, Crystal Ball

225 - Paladin, General, Barded Warhorse, Shield, Hand Weapon (Tristan's Resolve)

414 - 8 Knights Aspirant, Standard Bearer (Banner of Discipline), Musician, Champion

230 - 30 Peasant Levy, Spear, Standard Bearer, Musician, Champion

222 - 19 Peasant Bowmen, Longbow and Braziers, Musician

260 - Trebuchet

354 - 3 Pegasus Knights, Loose Formation, Musician

2250



Beste Grüße
05.10.2020 14:30 Rygar ist online E-Mail an Rygar senden Beiträge von Rygar suchen Nehmen Sie Rygar in Ihre Freundesliste auf
Muffin Muffin ist männlich
Der hübsche Dr. Pete


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Mein Vote geht an die Pegasi als nächstes Augenzwinkern

Liste ist sicher okay, bei 2250 Punkten kann man nicht so viel sagen. Ich weiß nicht wie sehr es ein Problem/Vorteil ist, dass du alle Chars in einer Einheit hast. Aber meistens ist es eh so, dass man ein paar mal spielt mit einer Liste und dann noch die Mikro Optimization macht smile
05.10.2020 14:54 Muffin ist offline E-Mail an Muffin senden Beiträge von Muffin suchen Nehmen Sie Muffin in Ihre Freundesliste auf
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Bin auch für die geflügelten Pferdchen. Von Listen habe ich genauso wenig Ahnung wie früher. großes Grinsen

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05.10.2020 16:51 obaobaboss ist offline E-Mail an obaobaboss senden Beiträge von obaobaboss suchen Nehmen Sie obaobaboss in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie obaobaboss in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von obaobaboss anzeigen
Brazork Brazork ist männlich
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Ich würde zwecks Abwechslung zwischendrin eine der Bauern-Infanterie-Einheiten machen, die Pegasi danach. Sonst bleiben dir am Ende die ganzen Bauern übrig...
Nicht dass dir fad wird dann mit fuffzich Bauern...

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Waaagh, Brazork!

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05.10.2020 17:20 Brazork ist online E-Mail an Brazork senden Homepage von Brazork Beiträge von Brazork suchen Nehmen Sie Brazork in Ihre Freundesliste auf
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Bowmen, David Oberst braucht mehr Männer.

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05.10.2020 17:24 obaobaboss ist offline E-Mail an obaobaboss senden Beiträge von obaobaboss suchen Nehmen Sie obaobaboss in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie obaobaboss in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von obaobaboss anzeigen
Rygar
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Bowmen it is....mehr Männer für Oberst!

"Ihr habt WAS getan?", rief Valentinian von Wankenfels, als er versuchte, das soeben gesagt zu verarbeiten. Clément reagierte gelassen. "Ich habe ein Vermögen ausgegeben um Trebuchets anfertigen zu lassen. Was ist daran nicht zu verstehen, werter Ritter?" Der Angesprochene verschränkte trotzig die Arme: "Es sind feige Waffen, die nichts mit dem Eid der Ritter zu tun haben." Clément rieb sich die Augen und erwiderte: "Es sind Werkzeuge, um das Leben meiner Untertanen zu verteidigen. Ich weiß, warum solche Waffen in Bretonnia nicht gerne gesehen sind, aber sie sind effektiv. Wenn ihr erst einmal einen Riesen seht, dessen Kopf von einem Stein zertrümmert wird und in die eigenen Reihen fällt, werdet ihr diese Maschinen zu schätzen wissen."








So, hier mal das erste fertige Trebuchet. Zusätzlich habe ich zum Originalmodell noch die Schilde hinzugefügt. Ich bin am überlegen, beim zweiten die Schilde unten bei den Balken anzubringen, das sieht eventuell auch gut aus.

Beste Grüße
06.10.2020 08:37 Rygar ist online E-Mail an Rygar senden Beiträge von Rygar suchen Nehmen Sie Rygar in Ihre Freundesliste auf
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Untern ev. auch einfach nur drangelehnt? Das hätte dann was Dioramenhaftes, mir würd's gefallen Freude

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Waaagh, Brazork!

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06.10.2020 09:20 Brazork ist online E-Mail an Brazork senden Homepage von Brazork Beiträge von Brazork suchen Nehmen Sie Brazork in Ihre Freundesliste auf
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Sieht gut aus, wäre auch als Orksteinschleuda gut zu gebrauchen.

Edit: Juhu, mehr Bogis für Oberst.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von obaobaboss: 06.10.2020 14:06.

06.10.2020 13:32 obaobaboss ist offline E-Mail an obaobaboss senden Beiträge von obaobaboss suchen Nehmen Sie obaobaboss in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie obaobaboss in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von obaobaboss anzeigen
Rygar
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Die verfallene Festung


Der Weg in Richtung der verfallenen Festung verlief still. Die Last der Situation lag auf jedem Einzelnen in der kleinen Schar. Oberst befingerte nervös die Sehne seines Bogens, während Orfus unruhig auf seinem Sattel herumtippte. Elena schluckte, als die Gruppe den Rand eines abgestorbenen Waldes erreichte: „Es ist….unheimlich hier.“, ließ sie verlauten. Valentinian entgegnete ihr: „Ja, die Bauern meiden ihn. Sie haben gesagt, die Festung sei verflucht. Ich habe das natürlich immer nur für Aberglauben gehalten, aber anscheinend liegt mehr Wahrheit darin, als ich zugestehen wollte.“ Auf einmal raschelte es im Gebüsch und drei Wölfe kamen aus dem Dickicht hervor. Sie knurrten die Menschen an und schlichen lauernd vorbei, sich nach einem einfacheren Mahl umsehend. Raben krächzten von den trockenen Baumkronen herab, wobei sie eine bestimmte Stelle des Weges umkreisten. Als die Schar an diesem Punkt vorbeikam, sahen sie den verfaulten Leichnam eines jungen Mannes, der schlichte Lederkleidung trug und an einem Strick an einem Ast baumelte. Orfus knirschte mit den Zähnen: „Das ist Peter, der Sohn des Schmiedes. Wir haben vor einem Monat nach ihm gesucht und dachten, er wäre von zu Hause davon gelaufen. Aber ein dunkleres Schicksal hat ihn ereilt.“ Wie auf einen unhörbaren Befehl hin öffneten sich die Lippen und ein grausames Stöhnen entwich der Leiche. Zerfledderte Arme streckten sich nach dem warmen Fleisch der Lebenden. David Oberst legte einen Pfeil an den Bogen, spannte ihn und schoss. Der Pfeil durchschlug die Stirn des Untoten und erlöste ihn von seinem Leid: „Wir werden ihn später bergen und zur Ruhe betten. Jetzt sollten wir weiter.“ Von Wankenfels führte die Prozession weiter an und beobachtete angestrengt den Wald: „Das war eine Warnung. Sie wissen das wir kommen. Wir müssen vorsichtig sein.“ Clément nickte zustimmend und folgte stumm. Die Stille zog sich eine halbe Stunde hin, bis die verfallenen Mauern der Festung, die sich vom dunklen Holz des Waldes abhoben, in Sichtweise gelangten. Das schwarze Gestein war an einigen Stellen eingefallen und das Tor stand offen. Ein Flügel der Tür lag abgerissen auf dem Boden und gab den Weg in den Innenhof frei. Vier große Türme standen an den Ecken des Bollwerks. Das laute Schlagen von Flügeln war zu vernehmen, als einzelne Fledermäuse sich aus dem Schatten wagten, um sich neu zu positionieren. Auf diese Entfernung schienen einige dieser Exemplare eine unnatürliche Größe zu besitzen. Hier und da schlurften gebückte Gestalten über die Straßen und führten große Knochen mit sich, an denen sie immer wieder zu nagen begannen. Wenn sie auf einen ihrer Artgenossen trafen, knurrten sie sich gegenseitig an oder begannen gar zu kämpfen. Die unseligen Opfer dieser Streite wurden von ihren Artgenossen in die Schatten gezerrt, manchmal lebten diese Unglückseligen sichtlich noch. Valentinian von Wankenfels ließ sein Pferd nach vorne zu einem Baum traben und stieg ab. Seine Zügel hielt er in Richtung Orfus und wartete. Dieser zog eine Augenbraue hoch. „Einer muss auf die Tiere aufpassen, werter Orfus. Ihr könnt euch gut verteidigen und seid stark, ihr solltet unseren Fluchtweg decken.“, ließ von Wankenfels verlauten. Orfus wollte etwas erwidern, sah dann allerdings noch einmal auf das unheilsverkündende Gebäude und nickte dann nur: „Überredet.“ Er nahm die Zügel in die Hand und tat dies bei den anderen auch. Clément sah hinüber zu Elena, die sich ihre Hände rieb und mit schwerem Blick auf den nackten Stein sah. Er näherte sich ihr: „Mylady, geht es euch gut?“ „Nein, Clément. Nein. Ein dunkler Schatten liegt auf diesen Ruinen. Ich spüre, wie er nach uns greift.“ „Wollt ihr lieber bei Orfus bleiben?“ Sie schüttelte vehement den Kopf: „Nein, ich kann Lady Marie nicht im Stich lassen. Sie ist wie eine kleine Schwester für mich.“ Der Herr von Lot nickte und versicherte ihr: „Wir werden sie sicher zurückbringen, ihr werdet sehen.“ Der Ritter begab sich nach vorne, drehte sich jedoch wieder in ihre Richtung und sagte: „Ich bin froh, dass ihr hier seid. Wirklich.“ Elena lächelte und nickte ihm zu. Sie schien sich ein wenig beruhigt zu haben und stütze sich zuversichtlicher auf ihren Stab. Valentinian rückte seine Rüstung zurecht und sah auf das Tor: „Seid ihr alle bereit? Wir sollten schnell und leise sein.“ Clément, Elena und Oberst nickten. Dann begaben sich die vier auf den Weg.

Die Straße hinauf zum Tor war übersät von Essensresten der ghulischen Bewohner dieses gespenstischen Ortes. Sie zischten und begaben sich in die Schatten, als die gerüsteten Krieger vorbeimarschierten. Just in dem Augenblick, als Valentinian durch das Tor trat, knarrte das Holz. Alles schien die Menschen zu beobachten. Ratten quiekten und huschten vorbei, Raben folgten ihren Schritten, indem sie auf den Mauerspitzen nachhopsten: „Ich werde noch verrückt…ich glaube langsam schon, diese Vögel beobachten und verfolgen mich seit Tagen.“, murmelte Clément. Elena sah hinauf, verengte die Augen und hob ihre Hand. Wurzeln schossen aus dem Stein und hielten die Raben fest, einige wurden gar von den Pflanzen zu Tode gequetscht. Mit einem erleichterten Ausatmen ging die Dame des Sees weiter. Auf einmal jedoch ertönte ein Schrei. Verwirrt sahen sich alle um, konnten aber die Ursache des Geräusches nicht ausmachen. Mit einem Male brachen jedoch aus einem Gang mehrere Gruppen Ghule hervor, die sich gegenseitig beinahe niedertrampelten, so sehr waren sie in ihrem Blutrausch und der Aussicht auf frisches Fleisch gefangen. Valentinian und Clément formierten sich am Eingang und stemmten sich gegen die Flut. Oberst hatte seinen Bogen schon gespannt und ließ einen Pfeil los. Er sauste am Kopf seines Lehnsherrn vorbei und traf eine der Kreaturen in das Auge. Kreischend fiel sie zu Boden und wurde sofort von trampelnden Füßen zerquetscht. Elena fing an zu singen und hob erneut ihre Hände. Wieder drangen Wurzeln aus dem Boden nach oben, hielten Füße fest und sorgten für eine Verlangsamung des Ansturms. Die blutrünstigsten kämpften sich durch Pfeil sowie Zauber hindurch, standen aber nun den beiden Rittern gegenüber. Schwert und Axt fuhren hernieder und beendeten ihre wertlosen Leben, doch es drangen immer mehr zu ihnen hervor. Clément kreiste seine Axt um die Hüfte und schmetterte sie von einem neuen Winkel in die Schläfe des nächsten Ghuls, der leblos zu Boden sank. Valentinian knurrte nur: „Clément, Elena, Zeit ist wertvoll. Geht weiter hinein. Oberst und ich halten sie hier auf!“ Der Herr des Lot-tales wollte etwas sagen, doch sein Gegenüber schüttelte nur den Kopf und schubste ihn in Richtung von Elena. Oberst grinste den Beiden zu und schickte Geschoss um Geschoss in die Reihen der Angreifer: „Na los, wir schaffen das schon.“ „Viel Glück euch beiden“, ließ Clément verlauten, bevor er sich widerwillig weiter in die Festung hineinbegab, wobei Elena ihm dichtauf folgte und besorgte Blicke nach hinten warf. Das Entfernen der Magierin führte zu einem härteren Kampf. Der Schild mit dem weißen Hirsch, der von dem dreckigen Blut der Angreifer mittlerweile rot verfärbt war, hieb in das Gesicht eines Ghuls und zerschmetterte dessen Gesichtsknochen. Oberst feuerte einen weiteren Pfeil, griff nach hinten und…..fasst in leere Luft. Er versuchte noch einmal, Holz zu ergreifen, konnte jedoch wieder nur Luft spüren. Er fluchte und zog sein Schwert. Mit einem Kampfschrei auf den Lippen warf sich der Anführer der Bogenschützen in den Nahkampf.

An anderer Stelle pfiff Orfus eine Melodie, um sich von den dunklen Schatten der Festung abzulenken. Er beobachtete schweigend die vereinzelten Ghulstreuner, die mit Knochen im Maul über die Wege huschten. Ein besonders großer hatte einen Fußknochen im Maul und kaute genüsslich darauf herum. Auf einmal blieb er stehen. Ein Rabe kreiste über ihm und krächzte. Dann drehte sich der Kopf der Kreatur und sie ließ ihren Blick genau auf Orfus ruhen. Ein diabolisches Grinsen teilte das Gesicht des Ghuls und er begann, auf den Landsknecht zuzustürmen. Mehrere andere schlossen sich dem Ansturm ab und begannen, auf ihn und die Pferde loszugehen. Diese scheuten und traten schon in Richtung der Ghule. Orfus nahm seine Axt in die Hände und schnaubte: „So eine verdammte Scheiße….:“

Clément und Elena bewegten sich derweil still und leise fort. Sie waren einigen untoten Patrouillen ausgewichen, die sich über die Wehrgänge bewegten. Da die Kreaturen nicht sehr aufmerksam waren, gelang ihnen dies ohne große Anstrengung. Nachdem sie eine große, verzierte Tür passiert hatten, die sich noch in bemerkenswert gutem Zustand befand, fanden sie sich in einer großen Halle wieder. „Verdammt, runter!“, zischte Clément und er sowie Elena gingen hinter einer Mauer in die Hocke. Reihe um Reihe von Zombies und Skeletten standen stramm wie eine Armee in Formation und sahen auf ein Podest. Auf diesem Podest thronte ein steinernes Grab, dessen Deckel neben diesem auf den Boden lag. Auf der Oberseite des Deckels war ein roter Flügel als Wappen eingelassen. Der Inhalt jedoch war den Blicken der Bretonnen verwehrt. Hinter dem Grab standen Gretel, die eine verängstigte Marie festhielt, sowie eine andere dürre Gestalt. Diese war männlich, trug einen schwarzen Hexenhut und stützte sich auf einen reich verzierten Stab. Hinter ihm stand ein Skelett, dass eine prächtige Rüstung trug, der die Zeit nur eine Rostschicht beigeben konnte. Aus ihren Augen loderten blaue Flammen und sie blickte regungslos auf die Reihen der Untoten. Clément wollte schon aufspringen, doch der Arm von Elena hielt ihn zurück: „Nein, wir müssen näher heran….kommt, wir gehen an dem Stein entlang.“, flüsterte sie ihm zu. Der Ritter fluchte innerlich, nickte jedoch nur und setzte sich so leise wie es ihm möglich war in Bewegung. Während dessen kam die berobte männliche Gestalt nach vorne und hob die Hände. Wie auf einen unsichtbaren Befehl hin fokussierten sich jedwede Blicke auf den Nekromanten. Dieser begann zu reden: „Heute ist ein historischer Tag, meine Untertanen.“ Seine Stimme war schrill und von Pathos besessen, als würde er zu seinem Hofstaat reden: „Heute wird unser Herr endlich auferstehen. Zu lange hat er hier gewartet. Seit Jahrtausenden schläft er und wartet darauf, von seinen Fesseln befreit zu werden. Und sie!“, wobei er mit seinen dürren Fingern auf Marie zeigte, „ist der Schlüssel zu seiner Auferstehung. Ihr verhasster Ahnherr, der Duc de Gisoreux, hat unseren Meister feige erschlagen und die Herrin angerufen, ihn zu verbannen. Doch er hat überlebt und er wartet nur auf seine Rache. Ihr Blut ist vonnöten, das Blut der feigen Linie der Herzöge, um seinen Schlaf zu beenden und den Fluch des Landes zu brechen. Und nun wird sich unser Schicksal erfüllen! Gretel, meine Liebe, wenn ihr so nett wärt.“ Mit einer Verbeugung zu ihr unterstrich er seine Worte und lachte in heiterem Ton auf. Gretel grinste und zog ein Messer, welches sie an die Kehle des Mädchens hielt. Marie starrte trotzig in Richtung des Mannes, nicht willens ihnen die Genugtuung des angsterfüllten Wimmerns zu geben. Der Nekromant zuckte nur mit den Schultern. Clément sah dies und konnte nicht mehr an sich halten: „Marie!“, schrie er und stürmte von der Seite auf das Podest zu. „NEIN!“, rief Elena, die fluchte und begann einen Zauber zu weben. Der Ritter schlug sich durch die erste Reihe der Untoten, die begannen sich auf ihn einzuschwenken. Gelassen hob der Nekromant seinen Arm und dirigierte seine Truppen auf Clément ein: „Ah, werter De Rochetourneur. Ich hatte gehofft ihr würdet uns Gesellschaft leisten. Ihr glaubt aber nicht wirklich ihr und eure reizende Begleitung, deren Zauber mir durchaus nicht entgangen ist“, mit diesen Worten schnipste der Nekromant mit den Fingern und die Intonierung Elenas endete urplötzlich. Entsetzt sah sie in Richtung des dürren Mannes, dessen Macht die Ihre bei weitem überstieg. Kalter Schweiß begann sich über ihr Gesicht zu legen. Dann fuhr der Mann fort: „mich wirklich aufhalten könnt. Ihr kommt zu spät.“ Ein langgezogenes, schrilles Lachen durchzog die Halle. In Maries Augen begannen sich Tränen zu bilden und sie rief: „Clément, hilf mir!“, als ihre Hand sich ihm entgegenstreckte. Clément verzweifelte und stemmte sich gegen die Flut an untoten Leibern, doch ohne Elenas Zauber, die ohne große Anstrengung von dem Nekromanten ein ums andere Mal gebannt wurden, war er im Nachteil. Gretel grinste nur dreckig. Sie setzte das Messer tiefer an die Kehle des Mädchens, setzte an und…….fuhr an ihrem Arm entlang zu ihrem Finger, ohne zu schneiden. Erst an den Fingern der ausgestreckten Hand angekommen ritzte sie die Haut auf und drückte die Finger bestimmt zu, um Tropfen des Blutes in das Grab fallen zu lassen. Verwirrt blinzelte das Mädchen aus nassen Augen zu Gretel, die schrill lachte: „Nein, Kleines…..einige Tropfen reichen fürs Erste…der Meister hat so lange geschlafen…..er würde sich sicher über einen köstlichen Schluck aus der Linie seines alten Erzfeindes freuen, wenn er aufwacht. Seht diese paar Sekunden weitere Lebenszeit als Geschenk an.“ Als die alte Frau diese Worte gesprochen hatte, führte sie ihre blutverschmierten Finger an die Lippen und leckte diese dreckig grinsend ab. Es herrschte für einige Sekunden eine eigenartige Stille, nur unterbrochen von magischen Funken oder dem Krachen von Stahl auf Fleisch. Doch mit einem Mal bebte der Boden und Staub rieselte von der Decke. Entzückt sah der Nekromant nach oben und streckte die Hände aus: „Es hat funktioniert. Der Meister erwacht.“ Von diesen Gefühlen überwältigt wurden die Bewegungen der Skelette langsamer und Clément begann Boden gut zu machen. Doch auf ein Mal überkam den Ritter ein kalter Schauer. Ein lautes Knurren durchzog die Luft und andersweltliche Stimmen begannen seine Sinne zu vernebeln. Über dem Grab schien sich ein Nebelschleier zu bilden, der langsam nach unten zog und das Grab auszufüllen schien. Dann schnappte ein gepanzerter schwarzer Handschuh von innen heraus an den steinernen Rand des Grabes und zerbröselte ihn. Etwas uraltes, etwas Böses…..war erwacht.

For the love of God, würfelt! Das Schicksal von vier Charakteren hängt in der Schwebe : D Diesmal brauche ich zwei Ergebnisse! Ich hoffe der Verlauf der Geschichte sowie die Beschreibungen gefallen euch.

Beste Grüße
07.10.2020 11:59 Rygar ist online E-Mail an Rygar senden Beiträge von Rygar suchen Nehmen Sie Rygar in Ihre Freundesliste auf
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Never split the party, hey!
Aber Seite an Seite mit Valentinian stirbt Oberst sicher gerne.
Der knausrige Lehnsherr sollte aber, falls es nicht soweit kommt, ein paar Münzen für Pfeile springen lassen. Aber nein, man muss ja ein Trebuchet haben großes Grinsen

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Rygar
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Was kann denn der gute Lehnsherr dafür, wenn der gute Oberst die Pfeile nicht mitnimmt? rotes Gesicht

Und zu diesem Zeitpunkt gibt es die trebuchets ja noch nicht^^

Ihr könnt übrigens auch gerne hier würfeln wenn ihr mögt smile

Beste Grüße
08.10.2020 14:39 Rygar ist online E-Mail an Rygar senden Beiträge von Rygar suchen Nehmen Sie Rygar in Ihre Freundesliste auf
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So, es wurden Bogenschützen von David Oberst gefordert, ihr sollt sie bekommen : D





Das ist der gute Peter....er wird noch eine Rolle zu spielen haben in einer Aktion die der gute Clément noch starten wird : )



Und hier mal ein Gesamtnild was schon bemalt in der Vitrine steht:

10.10.2020 19:57 Rygar ist online E-Mail an Rygar senden Beiträge von Rygar suchen Nehmen Sie Rygar in Ihre Freundesliste auf
obaobaboss obaobaboss ist männlich
Fantasy bis zum Ende V.2


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Du kommst echt gut weiter, Respekt!

So langsam fühle ich mich mit meinem Alter Ego wohl, genügend Leiber, die sich dazwischen werfen können.

__________________
Schmeißt eure Fantasy-Bits nicht weg, gebt sie dem Obrrrrr!!!
10.10.2020 20:45 obaobaboss ist offline E-Mail an obaobaboss senden Beiträge von obaobaboss suchen Nehmen Sie obaobaboss in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie obaobaboss in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von obaobaboss anzeigen
Rygar
Xivi


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Der Preis des Versagens


Der schwarze, gepanzerte Handschuh zerbröselte den Stein des Grabes. Das ungute Gefühl und die böse Energie, die sich über eine kurze Zeit angestaut hatte, verdichtete sich. Sie begann, sich in einem leuchtenden Grünen Licht zu äußern. Fratzen formierten sich darin und verhöhnten mit ihren schrillen Stimmen Clément, der sich immer noch durch die Skelette und Zombies kämpfte. Die ektoplasmischen Gestalten fuhren mit ihren Händen in das Grab und fassten etwas, dass sie begannen aufzurichten. Ein männlicher Körper, in eine glänzende schwarze Rüstung gehüllt, mit einem Helm bekränzt, an dessen Seiten dunkle Schwingen angebracht waren, richtete sich schwebend auf. Als die Gestalt aufrecht stand, rückte sie sich den Rücken gerade und kreiste die Schultern. Ein unheimliches Knacksen ertönte, als ob sich Knochen wieder in Position schoben. Die Geister streiften um den Mann herum und schienen sich in seiner Gegenwart wohler zu fühlen. Die beiden Arme der Gestalt fuhren langsam nach oben und legten sich an den Rand des Helmes. Mit einer langsamen Bewegung wurde dieser abgelegt und achtlos auf den Boden geworfen. Was der Ritter nun sah, ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren. Er starrte in ein verzerrtes Abbild eines bretonischen Ritters. Ein Spitzbart, der vom Blut rot gefärbt war, kaschierte eine herausgerissene Wange und eine abgefaulte Nase. Tote, blau leuchtende Augen starrten Clément an. Dürres Haar hing von seinem Haupt herab und spitze Fangzähne stachen aus dem Mundwinkel hervor: „Ahhh, das ist besser.“, ließ der Vampir verlauten. Er leckte sich in freudiger Erwartung seines ersten Schluckes Blut in langer Zeit mit der Zunge über die Zähne und sah dann in Richtung Maries. Das Mädchen konnte vor lauter Angst nichts sagen. Nur ein Wimmern kam ihr über die Lippen, als sie der furchtbaren Gestalt vor sich gewahr wurde. Die Nase des Vampirs rümpfte sich und er sah zufrieden auf Gretel und ihre Gefangene: „Ich kann es riechen, mein Kind. Dein Blut ist mir sehr vertraut. Gut gemacht, meine Diener. Mit wem habe ich denn das Vergnügen?“ Vom Schlaf der Jahrhunderte und der Kraft der Herrin befreit stolzierte der Vampir leichtfüßig hinüber und strich Marie über das goldene Haar. Entzückt starrte ihn Gretel an: „Ich bin Gretel, Herr. Und das….das ist…“ „Jean, mein Herr.“, erwiderte dieser mit freudigem Ausdruck: „Euer ehrenwerter Diener. Bitte erlaubt uns an eurer Herrlichkeit teilzuhaben.“ Der Nekromant verbeugte sich tief, sodass sein Spitzhut den Boden streifte. Das untote Ungeheuer schmunzelte amüsiert und winkte mit der Hand ab: „Ihr habt eure Aufgabe gut gelöst. Ihr dürft euch in meinem Glanz sonnen. Aber wer bist du?“, wobei er sich mit seinem Körper zu Clément drehte. „Soll das etwa ein Ritter Bretonnias sein? Erbärmlich. Bist du hier um das Mädchen zu retten?“ Mit diesen Worten streifte er über Maries Wange, die sich ängstlich und angewidert abwandte: „Wag es nicht sie anzurühren, Scheusal!“, donnerte Clément und rannte in Richtung der Beiden. Ein dreckiges Grinsen teilte das Gesicht des Vampirs. Er riss Marie aus den Händen von Gretel und klammerte sie zwischen seinen Arm und Körper. „Dann zeig mir….wer ist das überhaupt, Diener?“, sprach der Vampir in überheblichem Tonfall. Jean antwortete: „Es ist Clément de Rochetourneur, mein Herr. Der elende Herrscher dieses Tals das Lot genannt wird.“ „Ach, im Lottal sind wir? Ein gut gewählter Kerker, doch nicht gut genug. Dann zeig mir, Clément de Rochetourneur, was du Roland de Aquitaine, Kreuzfahrer und Herrscher der Nacht entgegensetzen kannst.“ Bei diesen Worten hob er die Hand und wie auf einen unausgesprochenen Befehl hin teilten sich die Untoten um den bretonischen Ritter hindurchzulassen. Dieser nutzte den aufgetanen Spalt und stürmte auf Roland zu. In Erwartung des Kampfes lacht der Vampir auf. Marie schrie nur verzweifelt: „Nein, bitte, er ist zu stark. Bring dich in Sicherheit!“ und sie versuchte sich loszureißen. Diese Bemühungen jedoch waren vergebens. Clément stieß einen ohrenbetäubenden Schrei voller Hass aus und legte alle seine Kraft in einen mächtigen Schlag. Seine Axt kreiste herum und fuhr aus einem spitzen Winkel herab, um den Kopf des Vampirs zu spalten. Doch mit einer nichtmenschlichen Geschwindigkeit zog Roland den freien Arm zurück und schmetterte ihn in den Rumpf von Clément. Dieser keuchte auf und spuckte Blut, als sein Körper von der Kraft des Aufpralls in Richtung der Mauer geschleudert wurde.

Mit einem donnernden Krachen schlug der Ritter auf und blieb regungslos liegen. Seine Axt lag neben ihm. Elena, die er um Haaresbreite verfehlt hatte, standen die Tränen in den Augen. Sie nahm seine Hand und versuchte einen Zauber zu sprechen, doch Jean verweigerte ihr dies erneut. Verzweifelt schrie sie auf und schlug mit ihrer Faust in den Boden. So durfte es nicht enden. Plötzlich spürte Elene einen Druck auf ihrer anderen Hand. Sie sah zurück und erblickte die blutunterlaufenen Augen von Clément, wie sie auf Marie gerichtet waren. Elena verstand und nickte nur: „Marie, keine Sorge Chérie, wir werden nicht ohne dich gehen.“ Ihre Worte sollten Zuversicht ausstrahlen, doch Marie schüttelte nur den Kopf: „Bitte sterbt nicht für mich, Elena. Bitte rette dich und Clément.“ Tapfer versuchte sie zu lächeln. Roland amüsierte dieses Schauspiel. Er beugte sich zu ihr hinunter und flüsterte ihr etwas ins Ohr. Maries Augen weiteten sich und sie begann mit ihrer Faust in das Gesicht des Vampirs zu schlagen. Sie fing an zu weinen und versuchte sich mit allen Mitteln aus seinem Griff zu befreien, doch es war vergebens. Clément versuchte etwas zu sagen. Er hob seinen Arm doch ein weiterer Bluthuster unterbrach die Bewegung und er sackte erneut ein wenig zurück. Roland entblößte seine Fangzähne und sprach in verhöhnendem Ton: „Nun, mein Lieber, das ist der Preis des Versagens.“ Mit einem Ruck drehte er Marie nach hinten und stieß seine Fangzähne in ihren Hals. Verzweifelt schlug das Mädchen um sich und hob ihren Arm. „NEIN!“, schrie Elena und sackte auf den Boden. Tränen rannen ihr über die Wange als sie realisierte, dass sie beide zu schwach waren. Plötzlich streckte sich der Arm Maries und dann sackte er leblos nach unten. Roland jedoch ließ nicht von ihr ab. Sein Rücken deckte jedweden Blickkontakt ab. Erst nach fünf Minuten ließ er Maries Körper los und setzte sie behutsam auf den Boden ab. Ihre Hände faltete der Vampir auf ihrem Bauch zusammen und er strich ihr nochmal über die Haare. Leise flüsterte er: „Du wirst mir gute Dienste leisten, mein Kind. Ich kann mich der Ironie der heutigen Geschehnisse nicht verwehren.“ Dann drehte er sich um. Das blutverschmierte Grinsen ließ ihn diabolisch wirken. Er sprach: „Ihr seid nicht mehr der Herrscher dieses Tales, Clément de Rochetourneur. Ich werde meine Legionen aufbauen und ihr werdet schon bald sehen, wer ich bin und zu was ich fähig bin.“ Jean und Gretel kicherten aufgeregt. Dies war alles was sie sich erhofft hatten. Und mehr.

Elena wurde beinahe von ihrer Trauer überwältigt, als sie den regungslosen Körper Maries dort liegen sah. Doch ein Stöhnen des Ritters neben ihr erlaubte es der Dame, sich wieder zu fassen. Sie bemerkte, dass die Nekromanten abgelenkt waren und sprach einen schnellen Zauber. Lebende Ranken bildeten sich um die beiden Verwundeten und formten einen Dom aus Pflanzen. Nach einer kurzen Zeit begann sich dieser in Richtung des Ausgangs zu bewegen. Nun erwachten Jean und Gretel aus ihrer Trance des Hochgefühls und wollten ihrerseits einen Spruch weben. Doch bevor sie die Litanei zu Ende sprechen konnten entfernten sich die Ranken aus dem Raum und brachen durch den Stein. Die Beiden fluchten, doch Roland hob eine Hand. Sie verstummten und sahen auf ihren neuen Herren. Dieser sprach: „Müht euch nicht ab. Es ist nicht bedeutend, sie in diesem Zustand zu töten. Eine Jagd muss aufregend sein, ansonsten ist sie meiner erlauchten Aufmerksamkeit nicht wert. Lasst ihn ein wenig seiner Stärke zurückerlangen. Dann reiße ich ihm das Herz heraus. Außerdem…will ich das was folgt nicht verpassen.“ Mit diesen Worten setzte er sich auf die Überreste des Grabes und sah auf Marie hinab. Roland konnte sich eines siegreichen Grinsens nicht verwehren. Die Rache, die er am Geschlecht de Gisoreux heute verübt hatte, war die Zeit seiner Gefangenschaft beinahe wert gewesen. Er winkte mit der Hand nach den beiden Nekromanten. Diese kamen näher. Er sah sie an: „Nun sagt mir aber während wir warten…was ist geschehen seit dem Tag als mein Herr, der Rote Herzog, vom garstigen König erschlagen wurde?“

Nach kurzer Zeit brachen Clément und Elena aus den Wurzeln hervor und kamen hart auf. Schnaufend kamen beide auf die Beine. Clément drohte sofort wieder zu stürzen, doch Elena stütze ihn. Unter Tränen schleppten sie sich voran. Sie konnten das Krächzen der Ghule vernehmen. Auf einmal brach eine Gestalt aus der Ecke neben ihnen hervor. Valentinian von Wankenfels, der mit schwarzem, stinkenden Blut besudelt war, starrte ihnen entgegen. Auf seinem Rücken trug er einen bewusstlosen Oberst mit sich, der eine Platzwunde am Kopf hatte. Er wollte etwas sagen, doch als er das verweinte Gesicht Elenas und den leeren Blick Cléments sah, biss er sich auf die Unterlippe und setzte seinen Weg fort. „Hier entlang“, rief er und stürmte voran durch das große Haupttor der verfallenen Festung. Einen Ghul, der sich gierig auf Oberst stürzen wollte, traf er mit seinem gepanzerten Fuß und schleuderte ihn gegen eine nahe Wand. Die Gruppe rannte geschlagen zu ihren Pferden. Sie kamen an Leichen entlang und erblickten Orfus, der erschöpft auf einem Berg an toten Ghulen saß und schwer atmete. „Was….wie….“ bekam er heraus, doch das Kopfschütteln Valentinians verriet ihm alles was er wissen musste. Er schlug mit der Faust auf einen Ghulkopf und sprang auf. Die Menschen setzten sich auf ihre Reittiere, wobei man Elena, David und Clément unterstützen musste. Mit schwerem Herzen ritt die Gruppe von dannen und ließ diesen Ort der Schande zurück. Clément drehte sich um und wollte etwas zu seinen Gefährten sagen, doch bevor er dies konnte, verdrehte er die Augen und die Dunkelheit umhüllte ihn, als er das Bewusstsein verlor……
11.10.2020 22:42 Rygar ist online E-Mail an Rygar senden Beiträge von Rygar suchen Nehmen Sie Rygar in Ihre Freundesliste auf
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